Obschon der Winter scheinbar
nicht enden wollte, brach sie schließlich an, die
heißersehnte Sommersaison 2004! Zum ersten Mal
würden wir uns nun mit den ganz großen im
heimischen Tennisbezirk messen können und dabei um
Punkte für den Klassenerhalt in der
Südwestfalenliga kämpfen. Die vorab bekannt
gewordenen Mannschaftsaufstellungen unserer Gegner
ließen allerdings von vorneherein nichts Gutes
erahnen. Als einziges Team hatten wir entschieden,
ohne namhafte Verstärkungen in diese Spielzeit zu
starten, da wir gemeinsam die Chance wahrnehmen
wollten, einmal auf diesem Niveau zu spielen.
Unsere Kontrahenten rüsteten sich dagegen zum Teil
gleich mit mehreren ausländischen Spitzenspielern,
oder sie hatten sich zumindest nach ehemaligen
Verbandsspielern umgesehen. Dennoch hatte der
Zufall es gewollt, dass aufgrund der
Abstiegssituation im übergeordneten Tennisverband
zwei alte Bekannte gemeinsam mit uns in die SWL
aufgestiegen waren: Wir würden einmal mehr auf den
TC Halden 2000 treffen, ebenso war die SG Demag
Wetter vertreten. Diese beiden Teams galt es zu
schlagen, wenn wir für ein weiteres Jahr der SWL
angehören wollten.
Wir eröffneten die Saison jedoch
beim Herdecker TV, einem seit langen Jahren auf
diesem Niveau etabliertem Verein. Dank ihres
österreichischen Tennisprofis Thomas Wild auf der
Spitzenposition gab sich Herdecke aber wie
erwartet keine Blöße, wenngleich wir auch die ein
oder andere knappe Entscheidung in den Einzeln
erzwingen konnten. Die folgenden beiden Heimspiele
würden also über Wohl und Wehe in dieser Saison
entscheiden: Den Auftakt machte der TC Halden
2000, den wir einmal mehr als Gast auf unserer
Anlage begrüßen konnten: Eine neue polnische
Nummer 1 und gelungene Umstellungen auf den
weiteren Positionen zerstörten jedoch vorschnell
unsere Hoffnungen auf den ersten Saisonerfolg:
Bereits nach den Einzeln war die Niederlage
besiegelt. Weitaus unglücklicher lief es in der
anschließenden Heimbegegnung gegen die SG Demag
Wetter: Kapitän Olaf Spiekermann mußte
angeschlagen ins Spiel gehen, und sowohl Volker
Siepe als auch Benedikt Busch unterlagen Ihren
Gegnern nach aufoperungsvollem Kampf. Das 2:4
Zwischenergebnis konnten die daraufhin taktisch
aufgestellten Doppel leider nicht mehr
korrigieren. Der Traum vom möglichen Klassenerhalt
war somit bereits nach drei Begegnungen
ausgeträumt, und auch auf der extra ins Leben
gerufenen „Players Night“ kam kaum die erhoffte
Stimmung auf.
Mit dem Auswärtsspiel beim TC
Iserlohn II stand uns nunmehr noch eine letzte
Partie bevor, in der die Aussicht auf einen
Achtungserfolg bestand. Doch auch an diesem Tag
gelang es nicht allen, Ihr bestes Tennis
aufzubieten. Beim erneuten Zwischenstand von 2:4
konnten wir auch hier in den Doppeln nicht mehr
viel bewirken. Die verbleibenden 3 Spiele gegen
den TC Milstenau, den TC Neheim II und den TC
Wilgersdorf gerieten schließlich zur Nebensache,
da unser Abstieg bereits besiegelt war. Dennoch
zeigten wir noch einige hochklassige und knappe
Einzelspiele, wobei sich besonders André und Dusan
hervortaten. Uns gelang sogar ein seltener
Doppelerfolg gegen den späteren Aufsteiger TC
Neheim, der den jungen Spielern des Neheimer WSM -
Teams alles andere als recht war.
Ohne einen Saisonerfolg mußten
wir am Saisonende also den Rückweg in die 1. BK
antreten. Der eigentliche Wehrmutstropfen dieser
Spielzeit war aber vielmehr, dass sich zwei der
tragenden Säulen unseres langjährigen Erfolges,
Olaf und Dusan, nach diesem Sommer vom aktiven
Olsberger Tennissport zurückzogen. Ebenso
verfolgte Volker Siepe zu diesem Zeitpunkt bereits
längst den Weg zu einer neuen Karriere im
Triathlonsport. Ein Generationenwechsel stand
bevor.
Die Südwestfalenligasaison 2004
bedeutete damit den Abschied einer großen
Mannschaft aus dem südwestfälischen Tennisbezirk.
Was uns bleibt ist aber der Stolz darüber, einmal
am Wettspielgeschehen auf diesem hohen Niveau
teilgenommen zu haben!